Die Vereinsgeschichte des BV Anhausen
„Jünglingsverein Anhausen“ – Unter diesem Namen wurde unser heutiger Burschenverein 1872 Anhausen gegründet.
Fast 30 Jahre stand der „Jünglingsverein“ im Mittelpunkt der Jugend und des Dorfgeschehens. Im Jahre 1900 stellte er seine Aktivität allerdings ein und wurde 1906 in Verbindung eines Trommlerkorps als Junggesellenverein weitergeführt. Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 kam das Vereinsgeschehen zum Erliegen.
1919 wurde jedoch der Burschenverein „Eintracht Anhausen“ wiedergegründet. Die Vereinsfahne wurde 1930 vom „Reserve Landwehrverein Anhausen“ gestiftet. Dies zum Anlass, führte man ein Burschenfest mit Fahnenweihe durch.
Dann kamen auch für den Anhausener Burschenverein die schweren Jahre des Krieges. Der Verein musste seine Tätigkeit wieder mal einstellen. Viele der Burschen kehrten nicht mehr aus dem schrecklichen Krieg zurück. Nach den schmerzlichen Geschehnissen begann der mühsame Wiederaufbau.
Gerade in dieser Zeit war die Geselligkeit, die so gut wie nichts kosten durfte, das einzige „Freizeitvergnügen“. Es ist einigen Burschen, die sich stark für den Verein einsetzten, zu verdanken, dass 1946 die Wiederzulassungsurkunde durch die französische Militärverwaltung ausgestellt wurde. Der Burschenverein „Eintracht Anhausen“ war trotz aller Schikanen wiedergegründet. Als Ultimatum stellte die franz. Militärverwaltung, alle Burschen müssten in die Feuerwehr eintreten. Erwähnenswert blieb noch, dass es den Anhausener Burschen als zweiten Verein im Kreis Neuwied gelang, eine Genehmigung für eine Vereinswiedergründung zu erhalten.
Nun konnte der Verein sich kontinuierlich fortentwickeln. Nach den Satzungen, die die Burschen damals formulierten, halten wir heute noch unsere Richtlinien für das Vereinsgeschehen fest.
Der Burschenverein Anhausen bemüht sich auch heute noch, die in der Geschichte der Heimat wurzelnden Sitten und Gebräuche zu pflegen, sowie die Dorffestlichkeit in althergebrachter Weise zu gestalten. Dieser schöne Brauch, der uns von unseren Eltern, Großeltern und Urgroßeltern überliefert wurde, muss von der Dorfjugend erhalten bleiben.