Mittwoch, 13 Dezember 2017

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Vorstellung des Projektes „Wir sind Kirchspiel Anhausen“

Vorstellung des Projektes Wir sind Kirchspiel Anhausen bei der Eröffnung der landesweite Demografiewoche am in Mainz.
Vorstellung des Projektes „Wir sind Kirchspiel Anhausen“ bei der Eröffnung der landesweite Demografiewoche am 6.11.17 in Mainz.
Mit einer Auftaktveranstaltung in Mainz startete am 6. November 2017 die dritte landesweite Demografiewoche in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Demografieministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Startschuss einer vielseitigen Woche, in der sich mehr als 220 Veranstaltungen mit dem demografischen Wandel und seinen Auswirkungen beschäftigen.

„Unsere Erfahrungen aus vielen Jahren Demografiepolitik, unsere zahlreichen Gespräche im ganzen Land, zeigen deutlich, dass die Menschen sich unter der eher abstrakten Überschrift „Demografischer Wandel“ ganz konkrete Fragen stellen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Eröffnungsrede. „Wie geht es weiter mit unseren Dörfern und Gemeinden im ländlichen Raum? Wie können wir hier für die Jungen und für die Alten gute Voraussetzungen für das Leben und Arbeiten aufrechterhalten oder neu entwickeln? Und wie können wir der steigenden Zahl an alten und hochaltrigen Menschen in unserem Land auch in Zukunft gute Lebensbedingungen bieten, ohne dabei die Jungen aus dem Blick zu verlieren?“, so die Ministerpräsidentin.

Das 2014 von ihr eingesetzte Demografiekabinett habe deshalb im vergangenen Herbst beschlossen, die Demografiestrategie „Zusammenland Rheinland-Pfalz – Gut für Generationen“ in den kommenden Jahren insbesondere auf die beiden Ziele „Gut leben im ländlichen Raum für Jung und Alt“ und „Gut leben im Alter“ auszurichten. Das spiegele auch die diesjährige Demografiewoche wieder.
Die Auftaktveranstaltung stand unter dem Titel „Gut leben im Alter – Zusammen Wirken in Rheinland-Pfalz“. „Wir sehen in der stärkeren Vernetzung und Kooperation, in dem Zusammenführen von Ressourcen und Kompetenzen und in der direkten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Ansatz für die zukunftsfähige Gestaltung der Lebensbedingungen vor Ort“, hob Demografieministerin Bätzing-Lichtenthäler hervor.
Im Rahmen innovativer Wohn – und Quartierskonzepte war die Gemeinde Anhausen gebeten worden ihr Projekt „Wir sind Kirchspiel Anhausen, Realisierung eines gemeindeintegrierten Wohn- und Dienstleistungsangebotes für Seniorinnen und Senioren Im Kirchspiel Anhausen“ in der Eröffnungsveranstaltung vorzustellen. Durch Vortrag im Plenum und Austausch am Infostand wurden die Meilensteine des Projektes, das mit einer ausführlichen Bewohnerbefragung begann, präsentiert:

1.   Alt werden zu Hause…
      Barrierefreie Anpassung von vorhandenem Wohnraum. Dazu aktive Mitarbeit des    
      heimischen Handwerks am Konzept. Sicherstellung von benötigten Dienstleistungen
      aus Pflege und Assistenz für ein alt werden zu Hause.  

2.   Förderung alternativer Wohnmodelle …
      „Gemeinsam ist besser als einsam“. Beratung und Umsetzungshilfen zu  
      verschiedensten alternativen Möglichkeiten gemeinschaftlichen Lebens und       
      Wohnens im Alter.

3.   Wohnen mit Service …
      Neubau von 20 barrierefreien Mietwohnungen in Anhausen. Sicherstellung  
      benötigter Dienstleistungen aus Pflege und Assistenz.

4.   Infrastruktur“ …
      Erhaltung und Erweiterung der Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen sowie
      ärztlicher und therapeutischer Angebote.

5.   Ehrenamtliches Engagement“ …
      Aufbau ergänzender ehrenamtlicher Hilfen im Kirchspiel. Fachliche Beratung und  
      Begleitung der freiwilligen Helfer*innen. Gründung eines Bürgervereins.

6.   Land.digital …
      Nutzung moderner digitaler Technik zur Unterstützung des Lebensalltages sowie  
      zur Kommunikation und zur Koordination aller Leistungen im Rahmen des    
      Projektes.

7.   Förderungsberatung
      Beratung und Begleitung zu den Möglichkeiten finanzieller Förderung aller im
      Projekt angesprochenen Leistungen in Zusammenarbeit mit Beratungsstellen.

Frau Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hob abschliessend den innovativen Charakter des Anhausener Projektes als Alternative zu bestehenden Hilfesystemen und den Blick auf die ganze Lebenssituation der Gemeinden als besonders zukunftsfähig hervor. Diese Bestätigung ist Ansporn für die Projektgruppe des Kirchspiels Anhausen und alle Beteiligten, die angestrebten Ziele zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger zu verwirklichen.
 
Nähere Informationen zur Auftaktveranstaltung und zur Demografiewoche finden Sie unter www.demografiewoche.rlp.de.